Die Gliederung

Zeitungen und Illustrierte sind meist nach einem Gestaltungsraster angelegt. Haben Sie sich zwischen den beiden Formen Tageszeitung und Illustrierte entschieden, das Format und die Bebilderung festgelegt? Dann gehen Sie jetzt mit frischen Kräften an die Einteilung der Seiten.

Die Tageszeitung

Ihre Hochzeitszeitung besteht wie eine normale Tageszeitung aus einem Titelblatt und mehreren Zeitungsseiten. Bei der Verteilung des Aufmachers, der Artikel, Randspalten und anderer Elemente können Sie sich an der Musterseite oder an Ihrer Tageszeitung orientieren. Auf Ihre Titelseite gehört ein Aufmacher, der natürlich das Bratpaar oder die Festlichkeit betrifft, mit entsprechender Überschrift und einer Abbildung. Hinzu kommen kleine Artikel rund ums Brautpaar oder zum Thema Heiraten sowie ein paar appetitanregende Kurzmitteilungen - evtl. mit Verweis auf den Innenteil -,das Wetter und die Inhaltsangabe.
    Sie können Ihre Titelseite in bis zu fünf Spalten aufteilen. Ein großes Foto oder eine entsprechende Karikatur dient als Blickfang. Natürlich werden Sie ein Bild des Paares oder eine entsprechende Fotocollage wählen; kleine Bilder können die Aussage der anderen Artikel illustrieren.
    Dem Titelblatt folgen auf den weiteren Seiten thematische Rubriken, die Sie aus Ihrer Tageszeitung kennen: Fragen des Tages, die dritte Seite mit einem aktuellen Thema, Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Lokales, Kultur / Feuilleton, Sport, Modernes Leben, Gesundheit. Natürlich wird eine Rubrik entfallen, wenn Ihnen nichts dazu einfällt. Auf der anderen Seite erfinden Sie ohne Zögern auch neue Rubriken oder Sonderseiten wie Zeitläufe , Verqueres oder was auch immer!
  Fassen Sie die Rubriken durchaus in übertragenem Sinne auf. So kann Innenpolitik die Sitzordnung zeigen, anhand derer die Konstellation der beiden Hochzeits-Parteien aufgedröselt wird, unter Sport ein Psychotest abdrucken.

Illustrierte

Bei einer Hochzeitszeitung in Form einer Illustrierten ist die Titelseite natürlich farbig, ja bunt Verfremden Sie das Titelbild einer Illustrierten am Computer oder mithilfe einer Collage. Machen Sie am besten eine Farbkopie des Titels. Kleben Sie dann die neuen Elemente,Fotos und Beiträge, entweder auf die Farbkopie oder auf das Originaldeckblatt der Illustrierten. Zu guter Letzt retuschieren Sie das Ganze mit Filzstift.
    Der fertige Umschlag, also Titelblatt und Rückseite, kann im Copyshop laminiert oder mit Klebefolie überklebt werden.
    Der Innenteil wird wie bei einer Illustrierten angelegt. Sie können zwischen einem durchgängig einheitlichen oder einem eher freien Gestaltungsraster wählen. Beginen Sie ganz Professionell mit einem Editorial, dem ein bebildertes Inhaltsverzeichnis folgt. Danach werden die Seiten wiederum in Rubriken (wie bei einer Tageszeitung) unterteilt.
  Die Seiten von Illustrierten sind in der Regel in vier Spalten eingeteilt, aber auch ein einspaltiger Satz oder eine gemischte Form kann gut aussehen.

Editorial

Illustrierte oder Magazine beginnen meist mit einem Editorial, in dem der Herausgeber ein Thema oder einen thematischen Zyklus vorstellt. Als Überleitung von der Inhaltsangabe zum Inhalt bietet sich so ein Artikel für eine Hochzeitsillustrierte gerade zu an.
    Thematisieren Sie hier z. B. wie es zum Erstellen der Hochzeitsillustrierte kam, stellen Sie eine Titelstory vor oder ein Thema, das die Zeitung wie ein roter Faden durchzieht, oder ein besonders lustiges Ereignis - mit einem Wort: Plaudern Sie aus dem Nahestehenden des Zeitungsmachens. Danken Sie allen Beteiligten (und Unbeteiligten) für ihre Mitarbeit und gratulieren Sie dem Brautpaar zur Eheschließung. Gut macht sich dabei ein Foto der gesamten Redaktion, aktiver Mitarbeiter und stiller Helfer, das Sie nach Belieben beschneiden und mit einer Sprechblase versehen, in welcher der Glückwunsch steht.

Ein Editorial endet immer mit der persönlichen Unterschrift des Verfassers - bei einer Hochzeitszeitung auch aller Zeitungsmacher. Bei der Erstellung mit dem Computer wird dies einfach eingescannt.

Inhaltsverzeichnis

Ein Inhaltsverzeichnis ist das Verzeichnis der Haupt- und Unterüberschriften einer Zeitung oder Illustrierten. Tageszeitungen haben in der Regel kein detailliertes Inhaltsverzeichnis, sondern arbeiten mit einer verkürzten Liste, die Themenschwerpunkte und Seitenzahlen enthält. Illustrierte hingegen gestalten ihr Inhaltsverzeichnis sehr sorgfältig und bringen neben den Haupt- und Unterüberschriften oft auch kurze Kommentare zum Artikel. Das Inhaltsverzeichnis Ihrer Hochzeitszeitung dient dem schnellen Auffinden von Artikeln und ist sozusagen der Prolog zum Gesamtkunstwerk . Lockern Sie es, wie viele professionelle Magazine, mit Fotos oder Illustrationen auf. Sie brauchen dazu keine neuen Bilder. Verwenden Sie die Bilder aus dem Innenteil in einem anderen Format oder zeigen Sie nur einen Ausschnitt davon. Anregungen liefern Ihnen die Illustriertenmacher.

Das Impressum

Zeitungen haben immer ein Impressum, und so sollte auch Ihre Hochzeitszeitung eins haben. Anregungen für die Gestaltung bieten Tageszeitungen und Illustrierte.
    Für Ihr Impressum gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Sie können ein einfaches Impressum erstellen, in dem alle Mitarbeiter mit ihren Tätigkeitsschwerpunkten aufgelistet sind. Achten Sie hierbei darauf, alle aktiven Mitarbeiter und stillen Helfer zu nennen. Zu den Mitarbeitern gehören Reaktionsmitglieder, Beitrags- Fotolieferanten und Zeichner. Helfer sind alle, die das Team mit Kaffeekochen, Imbiss-Zubereiten, Babyhütten und viel Zuspruch unterstützt haben. Es kann jedoch auch eine humorvolle, sogar bebilderte Spaßseite entstehen, auf der entweder alle Mitarbeiter genannt oder nur fiktiven Namen angegeben werden. Auch hier sollten alle aktiven sowie passiven Mitarbeiter und Helfer bedacht werden.

Stammbaum

Der Stammbaum ist sozusagen die Kurzform des Who's who bzw. who was who der Familie; eine grafisch in Baumform umgesetzte Vorfahren- oder Ahnentafel. Ein solcher Stammbaum kann professionell gestaltet oder von Kindern gezeichnet werden. Sie können ihn in die Hochzeitszeitung einbauen oder auch als separates Blatt einlegen. Großformatig angelegt und gerahmt, ist ein Stammbaum ein originelles Hochzeitsgeschenk. Besorgen Sie dazu möglichst viele Fotos! Apart wirkt auch, wenn alle Vorfahren mit ihren charakteristischen Merkmalen von einem Zeichner oder von mehreren Künstlern skizziert oder gezeichnet sind. Fotos dienen hierfür als Vorlage. Geben Sie jedoch die Größe der Porträts vor, damit keiner der Ahnen mit seinem Konterfei die anderen dominiert .
    Wenn die Brautleute aus großen Familien kommen und Sie auch ihre Geschwister. Tanten und Onkel aufnehmen möchten, wird es schwieriger. Nehmen Sie sich daher Zeit für Recherche. Befragen Sie alle nahen und entfernten Verwandten, alle Großeltern, Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen, machen Sie alte Schulfreunde ausfindig, befragen Sie ehemalige und derzeitige Nachbarn, um so möglichst alle Familien-Ahnen aufzuspüren. Häufig zählen auch gute alte Freunde, Nenn -tanten und -onkel, ebenso zur Familie wie Blutsverwandte.
    Sollte sich die Recherche als zu schwierig oder zu aufwendig erweisen, können Sie auch einen Ahnenforscher beauftragen, der womöglich gar ein Familienwappen zu Tage fördert. Oder sie kreieren selbst ein Wappen, das zu den Vorlieben der Familie und der Brautleute oder zu deren Hobbys passt!
    Die hier gezeigten Stammbäume, in Baumform und als Diagramm, können Sie auf die passende Größe bringen und dann mit Fotos oder Zeichnungen versehen und beschriften. Beide Formen lassen sich beliebig erweitern.